Archiv für die Kategorie » Wohnen im Weltkulturerbe Mittelrhein «

22 | 08 | 2013

WOHNEN IM WELTERBE – Buchvorstellung am 22.08.2013 – 19:00 Uhr im Kulturhaus Oberwesel – ab 23. August 2013 im Buchhandel

Geschrieben von ai-mainz

Die Welt kennt das obere Mittelrheintal als einzigartige, seit über 2000 Jahren gepflegte Kulturlandschaft und somit als Erbe der Menschheit. In dieses Land der Burgen, der kleinen Städte und der Rheinromantik strömen Besucher aus aller Welt. Sie wandern auf dem Rheinsteig, befahren den Strom mit dem Schiff zur Loreley oder reisen mit dem Intercity in einer Stunde auf dieser schönsten Bahnstrecke Deutschlands.

Aber wie wohnen die Menschen im Welterbe? Wie sieht der Lebensalltag hinter der zauberhaften Kulisse aus? Der demographische Wandel macht auch vor dem Welterbe nicht Halt. Die Menschen leben heute nicht mehr wie früher vom Strom. Strukturveränderungen in der Erwerbstätigkeit greifen tief in die Alltagsarchitektur des Tals ein.
Diese Studie der Fachhochschule Mainz sucht Antworten auf die brennenden Fragen, die das 21. Jahrhundert an das Tal stellt. 80 Hauseigentümer aus Oberwesel haben an ihr mitgewirkt. Die Studie zeigt die Perspektiven auf, die in den fünf historischen Loreleystädte schlummern, und sie beschreibt das einzigartige Potenzial der historischen Ortskerne.
Das „Wohnen im Welterbe“ hat, dem Bahnlärm der Güterzüge zum Trotz, eine Zukunft. Es kann eine attraktive Alternative zum Leben in den Zentren sein.

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02 | 02 | 2012

SWR Landesart – Pilotstudie Wohnbestandsentwicklung

Geschrieben von Sönke C. Skär

Ausschnitt aus SWR Landeart vom 19.11.2011
Veröffentlicht nach Rücksprache mit Rainer Brenner – Redaktionsleiter Landesart

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20 | 05 | 2011

Stadtbildanalyse in Oberwesel gestartet

Geschrieben von Sönke C. Skär

Im Rahmen der „Pilotstudie Integrierte Wohnbestandsentwicklung Oberwesel“ werden insbesondere leer stehende und gering genutzte Wohngebäude im Stadtkern untersucht und deren Entwicklungspotential geprüft. Als Teil dieser umfassenden Studie werden in der Zeit vom 30. Mai bis 4. Juni 2011 und vom 8. bis 14. August 2011 jeweils ca. 40 Studierende entlang ausgewählter Straßenzüge Fassadenansichten aufnehmen.

Die messtechnischen Vorbereitungen dieser beiden Kampagnen sind bereits gestartet. Die Mitarbeiter des Mainzer Architekturinstituts bereiten derzeit mittels Tachymetern ein Messnetz vor, in das die Studierenden der Architektur während der jeweils einwöchigen Präsenzphase Ihre Ergebnisse einarbeiten. Das Ergebnis wird eine Stadtbildanalyse und Bauaufnahme in ausgewählten Teilbereichen von Oberwesel aufzeigen.

WOZU EINE STADTBILDANALYSE?

Oberwesel ist reich an berühmten Einzelmonumenten: Schönburg – Liebfrauenkirche – Martinskirche – Wernerkapelle – die Ruine des Minoritenklosters – eine fast vollständige, begehbare mittelalterliche Stadtmauer.

90% der Stadt bestehen hingegen aus anonymer Wohnhausarchitektur, die im Einzelfall schlicht sein mag, im Ensemble aber sehr reichhaltig ist und das Erscheinungsbild der mittelalterlichen Stadt prägt. Um diese Wohnhausarchitektur geht es bei der Stadtbildanalyse. Sie sollen im vergleichenden Maßstab abgebildet werden, um Stärken und Schwächen im Stadtbild zu erkennen und Vorschläge zu dessen Verbesserungen zu erarbeiten. Daneben interessiert die Fachhochschule die Struktur der Oberweseler Keller, die teilweise unter Straßen hindurch auf Nachbargrundstücke reichen, so frühere Gebäudezustände zeigen und ein Stück „Stadtarchäolgie“ von Oberwesel abbilden.

Wir nehmen Straßenzüge mit ihren Fassaden im Maßstab M=1:100 und M=1:200 auf, gestaltprägende Details in freihändigen Skizzen und maßstäblicher Zeichnung im M=1:50 bis 1:10 sowie Kelleranlagen, soweit uns diese zugänglich gemacht werden. Die Keller bilden eine unterirdische, ältere Stadt ab, die oberirdisch oft nicht mehr erkennbar ist.

Die Aufnahmen der Studierenden werden anschließend in Gesamtdarstellungen zusammengefasst und zeigen die Stadt gewissermaßen durchleuchtet im „Röntgenbild“.

WAS GESCHIEHT AN DEN HÄUSERN?

Die Studierenden messen mit Zollstock und berührungsfreiem Distanz-Messgerät die Räume im Erdgeschoss und im Keller sowie die Fassaden aus. Dazu müssen sie gelegentlich Klebemarken aus Tesakrepp anbringen, die anschließend wieder entfernt werden. Der Aufenthalt im Haus dauert höchstens einen Tag.

EINSATZBEREICHE DER STUDIERENDEN

3. Semester – 30. Mai – 4. Juni 2011

Schönauergasse
Holzgasse
Chablisstraße + Scharplatz
Kirchstraße
Oberstraße
Bussgasse

2. Semester – 8. bis 14. August 2011

Niederbachstraße
Kölnische Turmgasse
Plangstraße
Steingasse
Langgasse
Hospizgasse


WIR BITTEN UM UNTERSTÜTZUNG DER ANWOHNER

Fall Ihr Haus unterkellert ist soll der Kellergrundriss im offiziellen Katasterplan der Stadt Oberwesel eingetragen werden, um im Verlauf des Projekts einen möglichst vollständigen Kellerkataster zu erhalten. Dort möchten die Studenten gern während der Bearbeitung über Nacht ihr Material einlagern, damit nicht jeden Abend die Ausrüstung weit getragen werden muss.

Überwiegend beschäftigen sich die Teilnehmer des Kurses mit den Fassaden des Hauses. Dazu müssen sie Ihr Haus in der Regel nicht betreten. Nach dem Ende der jeweiligen Arbeitswoche bleiben keine Spuren von diesem Einsatz am Haus zurück.

Falls Sie uns Unterstützen möchten, und sich bisher noch nicht bei der Stadt hierfür gemeldet haben, bitten wir Sie um eine entsprechende Nachricht.
Für Ihre Mithilfe bedanken wir uns herzlich!

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24 | 03 | 2011

Pilotstudie in Oberwesel

Geschrieben von Sönke C. Skär

Die Stadt Oberwesel liegt bei Rheinkilometer 550 im Mittelrheintal, das seit 2002 UNESCO Welterbe ist. Der allgemeine Trend zu großen Leerständen in ländlichen Gebieten ist auch hier spürbar: Viele Geschäfte stehen leer, Brachflächen entstehen, Kulturlandschaften verwildern, Gebäude werden sanierungsbedürftig und / oder zerfallen. Eine städtebauliche Planung und Gestaltung ist dringend notwendig. Den zahlreichen Initiativen, die sich für die Entwicklung ländlicher Gebiete engagieren, stehen nicht nur rheinland-pfälzische- und Bundesmittel, sondern auch EU-Gelder zur Verfügung. Im Rahmen des EU-Programms LEADER+ hat das ai-mainz einen Projektantrag zur „Pilotstudie integrierte Wohnbestandsentwicklung im Weltkulturerbe der UNESCO Oberes Mittelrheintal am Beispiel Oberwesel“ gestellt. Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem Land Rheinland-Pfalz, der Stadt Oberwesel, dem Masterstudiengang „Wohnen – Bestand und Entwicklung“ der FH Mainz sowie dem Fachbereich Gestaltung der FH Mainz. Außerdem wird eine rege Beteiligung der Bürger begrüßt, um einen breiten Konsens in der Öffentlichkeit zu erreichen. Das Hochschulprojekt, das in zwei Jahresprojekte (Bestandserfassung, Bestandsentwicklung) und eine Auswertungsphase gegliedert ist, zielt auf die Darstellung exemplarischer Bewertungsmöglichkeiten durch bewährte Untersuchungsverfahren sowie das Aufzeigen von Lösungsvorschlägen in unterschiedlichen Maßstäben. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auf andere kleine Städte und Gebiete mit ländlichen Strukturen im Mittelrheintal übertragbar sein.

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